Vaporizer - verdampfen statt rauchen

Der Begriff Vaporizer entlehnt, stammt aber eigentlich aus dem Lateinischen: Vaporisator heißt wörtlich "Verdampfer", vaporisieren heißt also "verdampfen". Ein Vaporizer im engeren Sinn ist heutzutage ein Gerät, mit dem es möglich ist die Wirkstoffe aus Pflanzen, meistens Heilkräutern oder Tabak, durch Erhitzen und Verdampfen zu extrahieren, sei es für medizinische Zwecke oder für Genusszwecke. Dabei wird die Substanz nicht verbrannt, wie es beim Rauchen oder Räuchern geschieht, sondern lediglich verdampft.
So wird die Produktion der zahlreichen gesundheitsschädlichen Nebenprodukte wie Teer, Kohlendioxide und allgemein krebserregender Stoffe verhindert. Ein Vaporizer verdampft Kräuter bei etwa 180°C und löst so die Wirkstoffe in einen aromatischen und reinen Dampf. Anders als bei Inhalatoren, die den Wirkstoff nicht direkt verdampfen, verdampft der Vaporizer den Wirkstoff direkt. Das Inhalieren erfordert erst das Lösen des Wirkstoffes in einem Lösungsmittel - meistens Wasser.

Vorteile

Bei hochwertigen Verdampfern, bzw. Vaporizers kann die Temperatur genau geregelt werden und so werden nur die Wirkstoffe verdampft, bzw. inhaliert die bei der jeweiligen Temperatur auch verdampfen. Das heißt man kann bei Unterschreiten einer Temperatur erst alle anderen Inhaltsstoffe die einen geringeren Siedepunkt haben verdampfen lassen, dann genau die Temperatur einstellen die den Inhaltsstoff verdampft den man inhalieren möchte.
Somit ist ein Vaporizer ein sehr schonendes Gerät für Lunge und Menschen, wenn er fachgerecht gehandhabt wird.

Verwendung des Vaporizers in der Medizin

Ein hochwertiger Vaporizer kann auch im medizinischen Bereich bei der Behandlung von Erkrankungen der Atemwege eingesetzt werden. Auch in Narkosegeräten finden sich Vaporizer die dafür sorgen das ein Wirkstoff der Atemluft gleichmäßig zugesetzt wird.

Cannabis

Gerade Cannabis als Droge der Hanfpflanze wird oftmals im Zusammenhang mit Vaporizers genannt. Dies liegt daran, daß das THC sich hervorragend für das Verdampfen eignet. Dabei kann sowohl Marihuana als auch Haschisch als gepresste Variante des Harzes verwendet werden. Am besten eignet sich allerdings Marihuana als getrocknetes Kraut. Für den Umgang mit Ölen benötigt man Verdampfer mit speziellen Aufsätzen.

Funktionsweise

In den meisten Fällen wird ein Luftstrom erhitzt und durch das zu verdampfende Kraut geblasen. Dabei besteht die Kunst der Produzenten darin diesen Luftstrom genau zu steuern damit die Temperatur nicht absinkt, bzw. sich staut und es doch zum Verbrennen kommt.
Im Normalfall wird die Temperatur über einen Regler am Vaporisator esteuert und mittels der Skala (bei hochwertigen Modellen) auf die gewünschte Temperatur geregelt. Die Kräuter sollten auf keinen Fall brennen oder kokeln - leichter weißer Rauch ist ok, da dies meistens Wasser ist welches verdampft.
Nach dem Verdampfen sieht das Kraut aus wie vorher - dies wäre der Idealzustand. Keine Verbrennungen zu sehen. Das heißt man hat relativ gesund mittels Verdampfens die Wirkstoffe aus einer Pflanze inhaliert.