Mädesüß
Auch Mädesüß, auf botanisch Filipendula ulmaria und Ulmaria palustris, außerdem Spierstaude, Krampf- und Beinkraut, Geißbart und ganz majestätisch Wiesenkönigin genannt, lässt sich trotz seines harmlosen Namens vaporisieren – und zwar bei gemäßigten 100 bis 150°C. Mädesüß ist eine Heilpflanze und hilft gegen Fieber, Entzündungen, Kopfschmerzen und Grippe, außerdem wird es als Schmerzmittel, insbesondere gegen Kopfschmerzen und Sodbrennen, verwendet.
Doch das ist noch längst nichts alles – Mädesüß ist harn- und blutreinigend, schweißtreibend, hilft gegen Magen-Darmprobleme, entgiftet und ist sogar ein wirksames Mittel gegen Gicht. Paradox ist allerdings, dass Mädesüß bei zu hoher Dosierung auch zu Kopfschmerzen führen kann, die es auf der anderen Seite ja auch vertreibt – Schuld daran ist der Wirkstoff Glykosid.
Weitere Wirkstoffe des Mädesüß sind ätherische Öle, Flavonoide, Gerb- und Kieselsäuren, Wachs, Fett, Terpene Salizylsäureverbindungen, Heliotropin, Zitronensäure, Vanillin, Gaultherin und Salicylate. Mädesüß lässt sich übrigens fast komplett verdampfen – mit Wurzeln und Blüten, seltener werden hingegen die Blätter verwendet.